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Thema: Keine Warnung bei zu heißem Motor

  1. #1

    Fährt: 3 BK 1.6 Benziner, Bj. 2003
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    Keine Warnung bei zu heißem Motor

    Hallo liebe Forenmitglieder
    Ich hatte am Freitag ein eigenartiges Problem mit meinem Mazda 3 BK 1.6 Benziner und hoffe, ihr habt vielleicht eine Idee, was da los gewesen sein könnte.

    Ich war bei recht heftigem Schneefall mit so 80 - 100 km/h auf der Autobahn unterwegs. Nach knapp 200 km ließ der Schneefall nach und ich konnte endlich etwas zügiger fahren. Kurz vorm Ziel ging plötzlich meine Motorkontrollleuchte an. Ich sofort auf die rechte Spur und mit 70 weiter geschlichen. Da ich immer einen Bluetooth OBD-Adapter im Auto liegen habe, habe ich den schnell angeschlossen und den Fehler ausgelesen mit der Torque Pro App. Die Fehlermeldung war "Engine Coolant Temperature low" (Nummer weiß ich nicht mehr) und tatsächlich: Die Temperaturanzeige war unterhalb des untersten Strichs.
    Ich bin dann vorsichtig ein paar Kilometer weiter gefahren zu einem großen Einkaufszentrum und habe dabei immer eigenartige Geräusche gehört, die ich nicht zuordnen konnte. Wagen abgestellt, Motor aus und wollte die Motorhaube öffnen - ging nicht. Ich hatte vorne über das gesamte Auto (inkl. aller Öffnungen) einen ca. 1 cm dicken Eispanzer. Hab dann einen guten Freund angerufen und über das Problem philosophiert. Nach ein wenig hin und her meinte er so: Vermutlich hast du jetzt zu wenig Kühlwasser drin und deshalb zeigt der Sensor eine zu niedrige Temperatur an - weil er gar kein Wasser mehr messen kann.
    Dabei schaue ich so in das Reservoir und das war komplett leer. Und dann war mir auch klar, was das Geräusch war: Verdampftes Kühlwasser, das entwichen ist.
    Ich hab dann Mineralwasser aufgekippt (hatte nichts anderes da), worauf die Temperaturanzeige sofort wieder auf den Normalwert stieg, bin vorsichtig zum nächsten Baumarkt gefahren, hab dort Kühlerschutz und destilliertes Wasser gekauft und das System wieder voll gemacht. Am Ziel angekommen, habe ich das System komplett mit destilliertem Wasser gespült und mit fertig gemischten Kühlerschutz neu befüllt.

    Seit dem treibt mich eine Reihe von Fragen um: Wie kann es sein, dass meine Motorkontrollleuchte mir sagt, dass das Kühlwasser zu kalt ist, ich aber keinerlei Warnung bekomme, dass es vorher zu heiß geworden ist?
    Gibt es unterschiedliche Sensoren für warm und kalt?
    Wo entweicht der Druck/Dampf bei zu heißem Motor? Am Verschluss des Reservoirs? Muss ich den Deckel jetzt ersetzen?

    Unabhängig davon:
    Ich hab auch noch einen P0480 Cooling Fan Error. Ich vermute, dass das Steuergerät des Kühlerlüfters (also die silberne Box direkt am Ventilator) defekt ist, weil mir letztens mal aufgefallen ist, dass an der Unterseite (am Anschluss) Korrosion (weiß-grün und pulvrig) zu sehen war. Gibt es das Ding auch einzeln oder nur im Set mit dem Ventilator?


    Danke für eure Zeit und die Hilfe.
    Grüße aus Dresden

  2. #2

    Fährt: GG1 DI / NBFL
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    Zitat Zitat von Tank-Like Beitrag anzeigen
    ich aber keinerlei Warnung bekomme, dass es vorher zu heiß geworden ist?
    Gibt es unterschiedliche Sensoren für warm und kalt?
    Woher weißt du, dass das Kühlwasser zu heiß war?
    Wenn du im Kühlwassersystem eine Leckage hast und es läuft, zumindest teilweise, irgendwohin, wo es heiß ist, verdampft es auch.


  3. #3

    Fährt: 3 BK 1.6 Benziner, Bj. 2003
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    Da hast du natürlich recht.

    Aber ich habe vorher noch nie Kühlwasser verloren und seit dem auch nicht (bin schon wieder knapp 400 km seit dem Wechsel des Kühlwassers gefahren).
    Und das Geräusch, was ich anfangs nicht näher zuordnen konnte, klang in etwa so, als würde man einen Luftballon aufblasen und dann die Öffnung breit ziehen, während die Luft entweicht. Also weniger wie ein Zischen sondern eher wie ein... hohes Blubbern (oder wie auch immer man so ein Luftballon-Geräusch beschreiben möchte).

    Wie viele Thermostate bzw. unterschiedliche Kühlkreisläufe gibt es eigentlich?
    Laut Service-Manual soll man den Wagen nach dem Befüllen mit Kühlwasser 2-3 Minuten bei 2500 U/min halten und dann 5 Sekunden bei 3000. Das ganze soll man 2 mal wiederholen. Das hat nicht annähernd gereicht, um den Ablauf vom Kühler fühlbar zu erwärmen. Erst nach ca. 20 Minuten warmlaufen lassen mit diversen Perioden Gasgebens bis 4000 U/min wurde der Schlauch zum Reservoir etwas wärmer.
    Sollte es tatsächlich irgendwo ein Leck geben, dann müsste es an einer Stelle sein, wo bei den aktuellen Temperaturen das Kühlwasser nur selten hinkommt. Auf meiner gesamten Rückfahrt habe ich die Kühlwassertemperatur mittels OBD-Adapter überwacht und die hat sich die ganze Zeit zwischen 83 und 87 °C befunden. Vielleicht wird er mit offenem Kühlergrill (im Gegensatz zur zugefrorenen Front) einfach nicht warm genug, um das Kühlwasser dorthin zu befördern, wo es leckt?! Ich weiß es nicht.

  4. #4

    Fährt: GG1 DI / NBFL
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    Vielleicht wird er mit offenem Kühlergrill (im Gegensatz zur zugefrorenen Front) einfach nicht warm genug, um das Kühlwasser dorthin zu befördern, wo es leckt?! Ich weiß es nicht.
    Das kann ich mir in der Tat gut vorstellen. Insbesondere bei den derzeitigen Temperaturen.
    Evtl. mal versuchsweise den Kühler mit einem Pappkarton abdecken? Dann aber wirklich nur Testfahrten machen wo man jederzeit stehenbleiben kann.

    Laut Service-Manual soll man den Wagen nach dem Befüllen mit Kühlwasser 2-3 Minuten bei 2500 U/min halten und dann 5 Sekunden bei 3000. Das ganze soll man 2 mal wiederholen. Das hat nicht annähernd gereicht, um den Ablauf vom Kühler fühlbar zu erwärmen. Erst nach ca. 20 Minuten warmlaufen lassen mit diversen Perioden Gasgebens bis 4000 U/min wurde der Schlauch zum Reservoir etwas wärmer.
    2-3 Minuten reicht bestimmt nicht, um das Kühlwasser warm zu kriegen. Ich verweise zudem nochmals auf die aktuellen Temperaturen.
    Kann es sein, dass das Servicemanual hier von einem warmen Motor ausgeht?

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